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Ausgabe 04/2016
Statistik

Kohlendioxid weltweit       

Bedingt erfreulich ist die diesjährige Bilanz des Global Carbon Project (GCP): 2016 hat die Menschheit voraussichtlich kaum mehr Kohlendioxid freigesetzt als im Vorjahr – und das galt ebenso bereits für die Jahre 2015 und 2014. Laut GCP brachten es Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Haushalte dieses Jahr weltweit auf etwa 36,4 Gigatonnen Kohlendioxid. 2015 waren es 36,3 und ein Jahr zuvor 36,2 Gigatonnen. Der in den vorangegangenen Jahrzehnten – abgesehen von drei Wirtschaftskrisen – stetig wachsende Kohlendioxidausstoß blieb damit im dritten Jahr in Folge beinahe konstant.


Kohlendioxid, weltweit freigesetzt von 1990 bis 2016 (Grafik: GCP)

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Stagnation der globalen Werte reicht jedoch nicht, um die Klimaziele des Paris-Abkommens zu erreichen, mahnt Sabine Fuss vom GCP-Lenkungsausschuss: „Dafür müssen die Emissionen in den nächsten Jahren ebenso schnell sinken wie sie zuvor gestiegen sind“.

 Das meiste Kohlendioxid kam 2015 aus China – 29 Prozent der weltweiten Emissionen –, gefolgt von den USA, der Europäischen Union und Indien mit 15, 10 und 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies in den USA 2,6 und in China 0,7 Prozent weniger. Für 2016 rechnet das GCP in China wieder mit einem Rückgang, um voraussichtlich 0,5 Prozent. Anders in Indien und Europa: Hier stiegen die Werte 2015 um 5,2 bzw. 1,4 Prozent an. Auch in Deutschland nahmen sie um 0,7 Prozent leicht zu.  

bal