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Ausgabe 01/2013
Bilanz

Energie 2012

Der Verbrauch an Primärenergie in Deutschland lag 2012 ein knappes Prozent über dem Niveau des Vorjahres, so vorläufige Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Dem sinkenden Anteil der Kernenergie – dem Ausstiegsbeschluss geschuldete minus 8 Prozent – steht ein Zuwachs der Erneuerbaren um fast 8 Prozent gegenüber. Hierfür war vor allem die Fotovoltaik verantwortlich, die um fast 50 Prozent zulegte. 2012 wurden Paneele einer Spitzenleistung von 7,6 Gigawatt zugebaut; insgesamt sind damit 32 Gigawatt installiert. Wasserkraft stieg um 16, Biomasse um 9 Prozent, Windkraft sank wetterbedingt um 8 Prozent.


  Primärenergieverbrauch 2012 (Grafik: IPP)

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Damit trugen die Erneuerbaren insgesamt mit fast 12 Prozent zur Primärenergiebilanz bei. Hierfür waren die Fördermittel des Erneuerbare Energien-Gesetzes 2012 zu gering angesetzt, vor allem weil der Fotovoltaik-Ausbau unterschätzt worden war. Die fehlenden 2,6 Milliarden Euro werden nun in der Umlage für 2013 – prognostiziert sind 20,36 Milliarden Euro – berücksichtigt.

Fast vier Fünftel des Bedarfs wurden durch fossile Energieträger gedeckt. 2012 ist deren Anteil sogar leicht gestiegen – die Beiträge der Kohle um rund 8 Prozent: Drei neue Braunkohle-Kraftwerksblöcke gingen 2012 in Betrieb. Weil im Gegenzug mehrere Altanlagen vom Netz gehen, wird der Braunkohle-Anteil im laufenden Jahr jedoch wohl wieder abnehmen. Die Steinkohle profitierte in der Stromerzeugung von den derzeit günstigen Preisen im Vergleich zu Erdgas und legte um 3 Prozent zu
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bal