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Ausgabe 04/2014
Fusionsforschung

Neuer ITER-Generaldirektor    

Der ITER-Rat, dem Vertreter der sieben ITER-Partner – China, Europa, Indien, Japan, Korea, Russland und USA – angehören, hat im November den Franzosen Bernard Bigot zum nächsten ITER-Generaldirektor benannt. Er wird dem Japaner Osamu Motojima folgen, der das Projekt seit 2010 leitet und dessen Amtszeit 2015 enden wird. Der Experimentalreaktor ITER (lateinisch für „der Weg“) soll zeigen, dass es möglich ist, durch Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen.


Bernard Bigot, der designierte ITER-Generaldirektor (Foto: ITER-Organisation)

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Bigot ist zurzeit Leiter des französischen Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA). Der Zeitschrift „Nature“ erzählte er von seinen Reformplänen für das ITER-Projekt. Bis Ende Januar werde er dem ITER-Rat dazu einen Aktionsplan vorlegen. Zurzeit ist die ITER-Organisation in Cadarache für die Planung, den Bau und Betrieb der Fusionsanlage zuständig, hat jedoch keine direkte Kontrolle über die ITER-Agenturen der sieben Partner, die die Bauteile fertigen und zuliefern. Diese dezentralisierte Struktur solle einer strafferen Organisation weichen, die dem Generaldirektor die Kontrolle über das gesamte Projekt einräumt. Die Zeit sei reif für diesen Wechsel, meinte er gegenüber „Nature“, weil ITER inzwischen aus der Planungs- in die Bauphase eingetreten sei. Straffe Führung, zum Beispiel zur Festlegung fester Liefertermine für die Partner, sei wichtiger denn je.

imi




 

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