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Ausgabe 03/2004
Editorial


Um die Abhängigkeit von Rohölimporten zu senken, will die EU den Anteil von Bio-Bestandteilen in Kraftstoffen steigern – bis 2006 europaweit auf zwei Prozent. In Deutschland darf daher seit kurzem herkömmlichem Diesel steuerfrei bis zu fünf Prozent Biodiesel beigemischt werden. Im Preis an der Tankstelle macht sich das kaum bemerkbar – anders bei reinem Biodiesel: Obwohl teurer herzustellen als Diesel aus Mineralöl, wird er deutlich billiger angeboten. Zur Steuerentlastung kommen staatliche Prämien, etwa für Rapsanbau auf Stilllegungsflächen. Subventionsfrei ist Biodiesel, so das Umweltbundesamt, selbst langfristig nicht wettbewerbsfähig (siehe Beitrag "Biomasse"). Also eine Abwägungsfrage, denn: Fossile Energieträger lassen sich anders kostengünstiger einsparen, zum Beispiel durch vernünftiges Fahren (siehe Beitrag "Verkehr").

Die Redaktion